«Corporate Responsibility»
3. Event vertieft Zürichs ”Spirit”
Der Zürich Spirit Promotors Club will Kräfte von ausserhalb des Tourismus mit der Marke Zürich und dem Tourismus verbinden. Der 3. Zürich Spirit Event galt der ”Corporate Responsibility”: Verantwortlichkeit als nutzbringender Wert für Unternehmen und Mitarbeiter.
Karl Josef Verding
Frank Bumann, Zürichs Tourismusdirektor, führte in den 3. Zürich Spirit Event ein, welcher diesmal in der für die Fernsehsendung ”Aeschbacher” dekorierten Labor-Bar an der Schiffbaustrasse stattfand. Bumann zeichnete den Kontext-Bogen, welcher die Zürich Spirit Promotors und den Tourismus zusammenbringt: Der Tourismus verursacht für Zürich 4,5 Mrd. Franken Wertschöpfung. 65% der Gäste Zürichs kommen aus dem Ausland – mit allen Konsequenzen und Chancen für das Netzwerk von Stadt, Region und Greater Zurich Area.
Ohne CRS keine gesellschaftliche ”License to operate”
Sodann ging es ums Thema Corporate Social Responsibility (CRS). Als solche wird unternehmerisches Handeln bezeichnet, welches über die eigentliche Geschäftstätigkeit eines Unternehmens hinausgeht. Für Unternehmen besteht aufgrund veränderter Umfeld-Bedingungen – insbesondere Globalisierung, verbesserte Informations- und Kommunikationstechnologie sowie sich verändernde Modelle des Denkens und Empfindens – der Druck, sich zunehmend mit der Thematik der CSR auseinander zu setzen, da sie anderenfalls Gefahr laufen, die von der Gesellschaft benötigte ”License to operate” zu verlieren.
Trends der Corporate Social Responsibility von heute
Guido Palazzo, Assistant Professor of Business Ethics an der Ecole des Hautes Etudes Commerciales (HEC) der Universität Lausanne, äusserte am Zürich Spirit Event, dass sich die unternehmerische Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette dehne, unabhängig von rechtlichen Unternehmensgrenzen. Die Trends der Corporate Social Responsibility von heute seien: wachsende Sensibilität für Umwelt- und Menschenrechtsthemen, wachsende Sensibilität für Gesundheitsthemen, wachsendes Wissen um Supply-Chain-Zusammenhänge bei Konsumenten und in der Öffentlichkeit; mehr Regulierung – national und international – von CSR-Massnahmen; wachsende Bedeutung von CSR für die Reputation; sinkende Beachtung rechtlicher Unternehmensdefinitionen für moralische Verantwortung.
Hans-Peter Burkhard, Direktor des Zentrums für nachhaltige Unternehmens- und Wirtschaftspolitik (CCSR) an der Universität Zürich, äusserte sich zum wirtschaftlichen Nutzen der Corporate Responsibility und zu ihrem Wert für das Unternehmen. Corporate Responsibility definierte er als Selbstverpflichtung einer Unternehmung, Möglichkeiten zu suchen und wahrzunehmen, um ihren Beitrag an die Gesellschaft zu vergrössern, während sie gleichzeitig das Ziel verfolgt, in ihrem Kerngeschäft den Unternehmensgewinn zu maximieren. Gute Arbeit im Kerngeschäft sei die Basis für die Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft und für die Wahrnehmung seiner Verantwortung.
Strategie ist wichtig für das Verhalten der Mitarbeiter
Wie kommt man zu einer Strategie der Corporate Responsibility? Gemäss Burkhard gilt es dabei zunächst, die Auswirkungen der Unternehmung auf die Gesellschaft zu identifizieren - unter Beachtung der Erwartungen der Anspruchsgruppen. Sodann seien Massnahmen zur Verbesserung zusammenzustellen – mit Aufmerksamkeit für die gesellschaftlichen Brennpunkte. Drittens gehe es um die Beurteilung von Kosten und Nutzen der Massnahme – den ”business case”, das Kerngeschäft. Und schliesslich werde die Strategie der Corporate Responsibility formuliert – besonders wichtig für das Verhalten der Mitarbeiter.
